Stiftung Thurgauer Tierfreunde, die Stiftung für Mensch und Tier

Jahresbericht per 31.12.2013

Gemäss Stiftungsurkunde, vom 27.11.96, wird jährlich ein Jahresbericht und die Jahresrechnung erstellt und vorgelegt.

Damit die Verwaltungskosten möglichst tief gehalten werden, hat seit der Gründung der Stiftung unser Geschäftsführer die ganzen Büro- und Versandkosten aus seiner eigenen Tasche bezahlt und somit die Stiftungskasse sehr entlastet. Im Jahre 2013 sind dies Fr. 5’068.60.

Seit unserer Gründung konnte wir insgesamt mit Fr. 141’900.85 (Stand am 31.12.2013) helfen, dabei beläuft sich der jährliche Verwaltungsaufwand auf gerade Fr. 300.–, denn wir arbeiten ohne Entschädigung für die Ziele der Stiftung Thurgauer Tierfreunde. Wir sind auf jede Spende, so klein oder gross sie auch sein mag, angewiesen. Selbstverständlich sind alle freiwilligen Zuwendungen bei der Steuererklärung abzugsberechtigt, denn wir sind als gemeinnützige Stiftung von der Steuerpflicht befreit. Jede Spende fliesst somit dem Stiftungszweck zu und versickert nicht im Verwaltungsaufwand.

Die Jahresrechnung 2013 würde mit einem Verlust von Fr. 1’620.40 abschliessen, aber dank eines Vermächtnisses von Fr. 30’000.– ergibt sich dennoch ein Gewinn. Die Anzahl der Unterstützungsgesuche steigt jährlich, jedoch die freiwilligen Zuwendungen sind leider rückläufig. Trotzdem wollen wir unseren Mitmenschen und Mitgeschöpfen weiterhin helfen und setzen all unsere Kraft für den Stiftungszweck ein.

Am 11. Juli 2013 wurde unser neuer Internetauftritt veröffentlicht. Herr Roger Klein, Acrom GmbH aus Lanzenneunforn, hat uns geholfen einen modernen und sehenswerten Internetauftritt aufzuschalten. Unser Internetauftritt hatte auch dieses Jahr wieder sehr viele Besucher. Er wird uns immer noch kostenlos durch Kurt F. Sieber, Geschäftsführer, zur Verfügung gestellt.

Im Jahre 2013 haben uns 28 Unterstützungsgesuche erreicht und davon konnten wir für 15 eine finanzielle Unterstützung ausrichten.

Einige Beispiele in denen wir fianzielle Hilfe leisten konnten:

Mai 2013:

Eine Frau aus dem Kanton Schaffhausen bezieht eine ganze IV-Rente sowie Ergänzungsleistungen. Sie hat einen Hund, welcher 11 Jahre alt ist und für diese Frau ein wichtiger treuer Begleiter ist.

Der Hund leidet seit ca. 3 Jahren an Herzproblemen, Nierenproblemen sowie unter chronischer Arthrose und benötigt daher spezielle Medikamente. Diese Frau verfügt nur über knappe finanzielle Mittel, aber die Medikamente kosten ca. Fr. 280.– pro Monat, so dass diese Frau finanziell je länger je mehr an ihre Grenzen kommt. Teilweise besorgt sie nun die Medikamente in Deutschland, da diese dort teilweise günstiger zu beziehen sind. Die Stiftung beteiligt sich mit einem Beitrag an den Kosten.

September 2013:

Seit September 2005 wird eine Frau aus dem Kanton Thurgau von den Sozialen Diensten betreut. Diese Frau bezieht eine halbe IV-Rente und Ergänzungsleistungen. Seit Juni 2011 konnte sie eine regelmässige Tätigkeit als IV-Rentnerin in einer sozialen Institution aufnehmen, wodurch sie auflebte und sich ihre Lebenssituation allgemein stabilisierte. Diese Frau war lange Zeit von der Sozialhilfe abhängig und gesundheitlich in schlechter Verfassung. Sie besitzt keinerlei Vermögen und ihr Monatsbudget ist sehr knapp. Sie nahm deshalb freiwillig eine Rentenverwaltung bei einer entsprechenden Institution in Anspruch, um sich nicht erneut zu verschulden. Leider muss sie eine monatliche Rate zur Abzahlung einer Schuld begleichen, dadurch bleibt für unvorhergesehene Kosten nichts übrig.

Diese Frau hat seit vielen Jahren eine Katze, die ihr sehr viel bedeutet und während all der Jahre mit gesundheitlichen und finanziellen Turbulenzen einerseits sehr viel Halt gab und andererseits eine Quelle für Hoffnung und Durchhaltewillen war. Nach einem Tierarztbesuch ist nun noch eine Rechnung offen. Die Kosten für ihre Katze begleichen zu können, ist ihr enorm wichtig, damit sie auch zukünftig die Leistungen der Tierärztin in Anspruch nehmen kann. Aus eigener Kraft kann sie die Tierarztkosten, in absehbarer Zeit, nicht begleichen.

 September 2013:

Eine Frau aus dem Kanton Schaffhausen bezieht eine ganze IV-Rente sowie Ergänzungsleistungen. Sie wird zu Hause regelmässig von der psychiatrischen Spitex betreut. Ziel ist es, den Lebensalltag wieder selbständig zu meistern. Diese Frau musste vor kurzem aus gesundheitlichen Gründen die Arbeitstelle aufgeben.

Seit 11 Jahren wird sie von ihrem Hund begleitet. Er ist ihr ein sehr wichtiger und treuer Begleiter. Der Hund leidet unter Nierenunterfunktion. Er benötigt daher täglich Medikamente sowie Spezialfutter, zudem kommen noch Tierarztrechnungen und die Kosten der durchgeführten Operation dazu.

Oktober 2013:

Eine Frau aus dem Kanton St. Gallen stellt ein Unterstützungsgesuch, da sie seit einigen Jahren von den Sozialen Diensten der Kommune mit ergänzender Sozialhilfe abhängig ist. Sie lebt getrennt von ihrem Mann mit ihren zwei Kindern zusammen, welche beide eine Lehre absolvieren. Da diese Frau seit mehreren Jahren unter gesundheitlichen Problemen leidet, ist es ihr nicht möglich einer Erwerbsarbeit nachzugehen. Mit dem Einkommen aus den Unterhaltszahlungen ihres Mannes sowie dem Einkommen der Kinder und der ergänzenden Sozialhilfe kommt diese Familie nur knapp über die Runden. Zusätzliche und vor allem unerwartete Ausgaben finden somit keinen Platz im Budget. So ist es dieser Frau momentan auch nicht möglich die offene Tierarztrechnung für eine Operation ihres Hundes zu bezahlen.

Aufgrund des begrenzten monatlichen Budgets ist es dieser Frau zurzeit leider nicht möglich einen Eigenbeitrag zu leisten. Zudem musste ihr Hund vor drei Monaten schon einmal medizinisch behandelt werden, was die Frau momentan zu begleichen versucht.

Während des ganzen Jahres 2013 hat Jrène M. Sieber-Günther, Vizepräsidentin, auf eigene Kosten, Geschenke hergestellt und zugunsten der Stiftungskasse verkauft. Glasperlennähen (Deckeli, Halsketten, Ohranhänger etc.), Perlenknüpfen, Stricksachen, Kerzen mit Serviettentechnik, Fimo-Arbeiten, Enkaustikmalerei und Tiermagnete erbrachten einen schönen „Zustupf“ von Fr. 1’480.00 in unsere Stiftungskasse. Unsere Vizepräsidentin, Jrène M. Sieber-Günther, durfte auch einen Stand (kostenlos) an der 30. Martini Mäss in der Festhalle Rüegerholz in Frauenfeld vom 14. bis 17. November 2013 betreiben.

Übersicht unserer Leistungen seit unserer Gründung 1996:

Erbrachte Leistungen       Verwaltungskosten (Total für 17 Jahre)

Fr.           152’777.40                   Fr.            3’606.35   (pro Jahr: Fr. 214.14)

Stiftung Thurgauer Tierfreunde
Ihr Kurt F. Sieber, Stifter und Geschäftsführer