Stiftung Thurgauer Tierfreunde, die Stiftung für Mensch und Tier

Jahresbericht per 31.12.2014

Gemäss Stiftungsurkunde, vom 27.11.96, wird jährlich ein Jahresbericht und die Jahresrechnung erstellt und vorgelegt.

Am 6. Juni 2014 ist unsere langjährige Stiftungsratspräsidentin Dagmar Senn leider verstorben, wir werden Sie nie vergessen.

Damit die Verwaltungskosten möglichst tief gehalten werden, hat seit der Gründung der Stiftung unser Geschäftsführer die ganzen Büro- und Versandkosten aus seiner eigenen Tasche bezahlt und somit die Stiftungskasse sehr entlastet. Im Jahre 2014 waren dies Fr. 3’990.40.

Seit unserer Gründung konnte wir insgesamt mit Fr. 171’720.54 (Stand am 31.12.2014) helfen, dabei beläuft sich der jährliche Verwaltungsaufwand auf gerade Fr. 230.76, denn wir arbeiten ohne Entschädigung für die Ziele der Stiftung Thurgauer Tierfreunde. Wir sind auf jede Spende, so klein oder gross sie auch sein mag, angewiesen. Selbstverständlich sind alle freiwilligen Zuwendungen bei der Steuererklärung abzugsberechtigt, denn wir sind als gemeinnützige Stiftung von der Steuerpflicht befreit. Jede Spende fliesst somit dem Stiftungszweck zu und versickert nicht im Verwaltungsaufwand.

Unser Internetauftritt hatte dieses Jahr 8’017 Besucher. Er wird uns immer noch kostenlos durch Kurt F. Sieber, Geschäftsführer, zur Verfügung gestellt.

Im Jahre 2014 haben uns 37 Unterstützungsgesuche erreicht und davon konnten wir für 22 eine finanzielle Unterstützung ausrichten.

Einige Beispiele in denen wir finanzielle Hilfe leisten konnten:

Februar 2014

Eine Frau aus St. Gallen kann aus gesundheitlichen Gründen nur zu 40% arbeiten und wird durch die Sozialhilfe unterstützt. Ihr Kater musste zum Tierazt und die Kosten konnte diese Frau nicht alleine bezahlen. Eine Familienangehörige hat einige Rechnungen bezahlt, aber auch diese Person ist finanzielle nicht mehr in der Lage zu helfen. Die Stiftung bezahlte die offenen Tierarztrechnungen und dem Kater geht es wieder viel besser.

Eine Frau aus Aarberg ist in grosser finanzieller Not und muss mit dem Existenzminimum durchs Leben kommen. Ihr Hund musste in tierärztliche Behandlung und die entstandenen Tierarztkosten kann diese Frau nicht bezahlen, denn sie lebt mit ihrer Tochter zusammen und muss noch Schulden abbezahlen. Die Stiftung bezahlte die offenen Tierarztrechnungen und dem Hund geht es wieder gut.

März 2014

Eine Frau aus Oberentfelden bezieht eine IV-Rente und lebt in bescheidenen Verhältnissen. Ihr Hund musste tierärztlich behandelt werden und die Kosten kann diese Frau nicht bezahlen, die Stiftung springt ein.

Eine arbeitslose Frau aus Muttenz lebt als alleinerziehende Mutter von 2 Söhnen auf dem Existenzminimum. Ihre zwei Katzen mussten nun in tiermedizinische Behandlung und die Kosten liegen schwer auf. Diese Frau macht eine Zusatzausbildung um wieder in den Arbeitsprozess hinein zu kommen. Ihre zwei Söhne lieben die Katzen über alles und die Stiftung übernahm die offenen Tierarztrechnungen.

Eine Frau aus Romanshorn lebt von Sozialhilfe und lebt alleine mit ihrem Hund zusammen. Der Hund musste zum Tierarzt und die Rechnungen übersteigen die finanzielle Kraft dieser Frau, obwohl sie spart wo sie kann. Die Stiftung bezahlte die offenen Tierarztrechnungen.

April 2014

Eine Frau aus Amriswil die geistig behindert ist und auf dem Existenzminimum lebt, musste ihren Hund mit einem Beinbruch zum Tierarzt bringen und konnte die entstandenen Kosten nicht selber bezahlen. Die Stiftung begleicht diese Tierarztrechnung.

Mai 2014

Eine Familie aus Bischofszell musste ihr Kind in den Spital bringen und gleichzeitig musste der Hund ärztlich behandelt werden. Die Familie will, nach einem Kantonswechsel, einen Neustart wagen. Obwohl der Mann gerade die Stelle verloren hatte und ein Kind zur Welt kam, sind die finanziellen Verhältnisse sehr schwierig geworden Die Stiftung bezahlte die Tierarztrechnungen.

Juli 2014

Eine Frau aus Romanshorn, die von einer halben IV-Rente und Sozialhilfe leben muss, benötigt tierärztliche Hilfe für ihre Katze und kann die Kosten nicht selber bezahlen, da sie für ihre eigenen Lebenskosten ein sehr knappes Budget besitzt. Die Stiftung begleicht die Tierarztrechnung.

August 2014

Eine Frau aus Frauenfeld die auf dem Existenzminimum leben muss, musste ihre 2 Katzen zum Tierarzt bringen und kann die Rechnung nicht aus eigener Kraft bezahlen. Die Stiftung übernimmt diese Kosten.

Eine Frau aus Regensdorf, die körperlich behindert ist und deshalb umziehen muss, kann die notwendigen Kosten für Ihre Katzen betreffend Katzennetz auf dem Balkon nicht bezahlen. Die Stiftung übernimmt diese Kosten.

Ein Mann aus Frauenfeld wurde zur psychiatrischen Behandlung eingeliefert und musste den Hund in ein Tierheim geben. Nach der Entlassung konnte er diese Kosten nicht bezahlen, Die Stiftung hat diese Kosten übernommen.

Während des ganzen Jahres 2014 hat Jrène M. Sieber-Günther, Präsidentin, auf eigene Kosten, Geschenke hergestellt und zugunsten der Stiftungskasse verkauft. Glasperlennähen (Deckeli, Halsketten, Ohranhänger etc.), Perlenknüpfen, Stricksachen, Kerzen mit Serviettentechnik, Fimo-Arbeiten, Enkaustikmalerei und Tiermagnete erbrachten einen schönen „Zustupf“ von Fr. 2’022.70 in unsere Stiftungskasse. Unsere Präsidentin, Jrène M. Sieber-Günther, durfte auch einen Stand (kostenlos) an der 30. Martini Mäss in der Festhalle Rüegerholz in Frauenfeld vom 13. bis 16. November 2014 betreiben.

Übersicht unserer Leistungen seit unserer Gründung 1996:

Erbrachte Leistungen       Verwaltungskosten (Total für 18 Jahre)

Fr.                  171’720.54     Fr.            4’153.65   (pro Jahr: Fr. 230.76)

Stiftung Thurgauer Tierfreunde

Ihr Kurt F. Sieber, Stifter und Geschäftsführer