Stiftung Thurgauer Tierfreunde, die Stiftung für Mensch und Tier

Jahresbericht per 31. Dezember 2015

Gemäss Stiftungsurkunde, vom 27.11.96, wird jährlich ein Jahresbericht und die Jahresrechnung erstellt und vorgelegt.

Unser Internetauftritt hat dieses Jahr eine komplette Neugestaltung erhalten. Unser Internetauftritt hatte dieses Jahr 974 Besucher die 4296 Seiten angeschaut haben. Er wird uns immer noch kostenlos durch Kurt F. Sieber, Geschäftsführer, zur Verfügung gestellt.

Im Jahre 2015 haben uns 30 Unterstützungsgesuche erreicht und davon konnten wir für 15 eine finanzielle Unterstützung ausrichten. Leider liefern uns die Gesuchsteller, trotz Aufforderung, die notwendigen Unterlagen nicht zu, somit können wir die „Bedürftigkeit“ nicht überprüfen und müssen die Gesuche ablehnen.

Einige Beispiele in denen wir finanzielle Hilfe leisten konnten:

Februar 2015:

Einer Sozialhilfeempfängerin aus dem Kanton Thurgau, die einen Hund besitzt und viel Zeit in der Natur verbringt, kann eine Tierarztrechnung nicht bezahlen. Der Hund bedeutet dieser Frau sehr viel und lässt das karge Leben mit Freude erfüllen. Das Sozialamt kommt für Tierarztrechnungen nicht auf. Das beigelegte Budget der SKOS belegt, dass diese Frau keine finanziellen Mittel für Tierarztrechnungen aufbringen kann. Diese Tierarztrechnung wurde durch die Stiftung bezahlt.

März 2015:

Eine IV-Bezügerin und alleinerziehende Mutter aus dem Kanton Thurgau, die auch Ergänzungsleistungen bezieht, kann die Tierarztrechnung für ihre 3 Yorkshire Terrier nicht aus eigener Kraft bezahlen. Das Budget reicht einfach nicht aus, um die Tierarztrechnungen zu bezahlen, obwohl sie sehr haushälterisch mit den Finanzen umgeht. Diese Tierarztrechnung wurde durch die Stiftung bezahlt.

Damit die Verwaltungskosten möglichst tief gehalten werden, hat seit der Gründung der Stiftung unser Geschäftsführer die ganzen Büro- und Versandkosten aus seiner eigenen Tasche bezahlt und somit die Stiftungskasse sehr entlastet. Seit dem Jahre 2015 werden auch „Freiwillige Zuwendungen Porti / Büromaterial“ angenommen, dies ergab einen schönen Beitrag von Fr. 1’200.–, die restlichen Kosten wurden wiederum durch den Geschäftsführer übernommen.

März 2015:

Eine junge Frau aus dem Kanton St. Gallen, die von der IV unterstützt wird und nun die Lehre, nachholen kann, die ihr vorher aus gesundheitlichen Gründen verwehrt war, um nun eine Existenzgrundlage aus eigener Kraft aufzubauen. Sie ist mit einer Hündin aufgewachsen und der Hund ist für sie eine sehr wertvolle Unterstützung in ihrem Leben. Leider geht es der Hündin nicht gut und es muss beim Tierarzt abgeklärt werden was ihr fehlt und dazu reichen die finanziellen Mittel nicht aus. Die Stiftung übernahm die Untersuchungskosten und der Hündin geht es inzwischen wieder gut.

Mai 2015:

Eine Frau aus dem Kanton Solothurn bezieht eine IV-Rente, sowie Ergänzungsleistungen und verfügt über kein Vermögen. Sie ist in dauerhafter psychiatrischer Behandlung auf Grund ihrer psychischen Instabilität. Sie hat zwei Katzen. Die Haustiere geben ihr Halt und erfüllen sie mit Lebensfreude. Leider musste eine ihrer Katzen im Frühling eingeschläfert werden, was bei ihr zu einer grossen psychischen Krise geführt hatte. Sie hätte sich ein neues Büsi gewünscht. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation war dies jedoch nicht möglich. Nun hat diese Frau nur noch ihre geliebte Katze, welche ihr ganzer Lebensinhalt ist. Diese Katze ist Anfangs April erkrankt und musste daraufhin stationär behandelt werden, wobei ein Nierenstein entfernt werden konnte. Gemäss den Angaben der Tierklinik hat die Katze eine gute Lebensqualität/-Erwartung, falls seine medizinische Versorgung eingehalten wird. Ein Restrisiko auf ein Wiedereintreten eines Nierensteines bleibt nichtsdestotrotz. Trotz ihrem kleinen Budget trägt diese Frau mit ihrem knappen Lebensunterhalt die Kosten für das Spezialfutter für die Katze, um das Wiederauftreten von Nierensteinen bestmöglichst vorzubeugen. Es ist unglaublich wichtig für diese Frau, dass es ihrer Katze gut geht und diese ihr noch so lang wie möglich erhalten bleibt. Die Stiftung übernahm die Tierarztrechnung.

Juni 2015:

Eine Frau aus dem Kanton Schaffhausen bezieht eine ganze IV-Rente und Ergänzungsleistungen, Ihr Gesundheitszustand macht es ihr sehr schwer ihre Wohnung zu verlassen. Der Kontakt zu ihren drei Katzen hat eine positive Wirkung auf ihre Gesundheit und hilft ihr Ablenkung zu finden. Alle drei Katzen leiden unter chronischen Krankheiten. Eine Katze ist alt, eine Katze ist übergewichtig und die dritte Katze hat eine Nierenkrankheit. Diese Frau muss aus diesem Grund oft zum Tierarzt mit ihnen. Mit ihrem engen Budget kann diese Frau die Rechnungen des Tierarztes nicht bezahlen. Damit die Katzen bei ihrer Halterin verbleiben können bezahlte die Stiftung diese Tierarztrechnung.

Oktober 2015:

Ein IV-Bezüger aus dem Kanton Thurgau, der auch Ergänzungsleistungen bezieht, musste seine Katze notfallmässig zum Tierarzt bringen, damit ein Abszess entfernt werden konnte. Dieser Mann war nicht in der Lage dies Tierarztrechnung aus eigenen Mitteln zu bezahlen, da bezahlte die Stiftung diese Rechnung.

November 2015:

Eine Frau aus dem Kanton Bern wird seit Mai 2014 durch die Sozialdienste sozialhilferechtlich unterstützt und beraten. Der Unterstützung waren ein Verlust der Arbeitsstelle, ein Suizidversuch und anschliessend ein mehrwöchiger Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik voraus gegangen. Diese Frau nimmt jetzt regelmässig Termine bei ihrer Therapeutin wahr, um an der Verbesserung ihrer psychischen Gesundheit zu arbeiten. Im selben Zeitraum haben sich teils heftige Schwierigkeiten mit ihrem Sohn entwickelt – sowohl zuhause wie auch in der Schule. Beim Sohn wurde ein ADS diagnostiziert. Er scheint oft über endlose Energie zu verfügen und eben so viel Energie von seinen Eltern zu fordern. Dieser Frau fehlt aufgrund ihrer psychischen Erkrankung oft bereits die Energie für sich selbst – umso schwieriger wird es, wenn ihr Sohn ebenfalls noch in hohem Mass Energie fordert. Die Familie wird daher seit einiger Zeit zusätzlich durch eine Familienbegleitung unterstützt, welche bereits eine wesentliche Verbesserung und Beruhigung des Zusammenlebens hat erreichen können. Seit einiger Zeit ist diese Frau zusätzlich im Besitz eines Hundes. Dieser hat sich ebenfalls als unterstützende Komponente im Familiensystem erwiesen. Für diese Frau ist der Hund eine grosse Hilfe, dass sie sich auch in schwierigen Zeiten aufrafft, das Haus zu verlassen. Ihr Sohn profitiert ebenfalls von der Anwesenheit des Tieres. Leider musste der Hund notfallmässig behandelt werden und die Stiftung übernahm diese Rechnung

 

Die Jahresrechnung 2015 schliesst mit einem Gewinn von Fr. 1’270.30 ab.

Während des ganzen Jahres 2015 hat Jrène M. Sieber-Günther, Präsidentin, auf eigene Kosten, Geschenke hergestellt und zugunsten der Stiftungskasse verkauft. Glasperlennähen (Deckeli, Halsketten, Ohranhänger etc.), Perlenknüpfen, Stricksachen, Kerzen mit Serviettentechnik, Fimo-Arbeiten, Enkaustikmalerei und Tiermagnete erbrachten einen schönen „Zustupf“ von
Fr. 2’201.40 in unsere Stiftungskasse.

Darin sind auch die Erlöse der Standaktionen enthalten:

Am Samstag, 29. August 2015 hatten Jrène M. Sieber-Günther, Brigitte Hänni, Hansruedi Hänni und Kurt F. Sieber einen Helfereinsatz am Stadtlauf geleistet. Wir haben die Ballone für den Kinder-Ballon-Wettbewerb aufgeblasen und den Stand betreut. Es gab zwar keine Entschädigung in die Stiftungskasse, aber wir waren in der Öffentlichkeit präsent.

Am Samstag, 24. Oktober 2015 fand der Herbstmarkt im Alterszentrum Park in Frauenfeld statt. Jrène M. Sieber-Günter, Brigitte Hänni, Rösi Sprenger und Kurt F. Sieber betrieben einen Stand von 10.00 bis 17.00 Uhr mit Handarbeiten, der Erlös floss in die Stiftungskasse.

Von Donnerstag, 12. November bis Sonntag, 15. November wurde die 32. Martini-Mäss in der Festhalle Rüegerholz in Frauenfeld durchgeführt. Jrène M. Sieber-Günther, Brigitte Hänni, Rösi Sprenger und Kurt F. Sieber, betrieben einen Stand mit Handarbeiten und Backwaren. Dieser Einsatz hat einen erfreulichen Erlös in die Stiftungskasse ergeben.

Übersicht der letzten 4 Jahre:

Jahr erbrachte Leistungen der Stiftung Verwaltungskosten Zuwendungen
2012                        Fr.                       5’987.95 Fr.            319.65 Fr.               7’628.45
2013                        Fr.                     10’876.55 Fr.            319.15 Fr.             38’032.80
2014                        Fr.                     18’943.14 Fr.            547.30 Fr.             10’575.24
2015                        Fr.                       9’425.25 Fr.          1842.75 Fr.               8’798.35

Total seit unserer Gründung 1996:

Jahr erbrachte Leistungen der Stiftung Verwaltungskosten Zuwendungen
Total                        Fr.                   181’145.79 Fr.          5996.40 Fr.           259’113.25
Pro Jahr   Fr.            315.60  

Stiftung Thurgauer Tierfreunde

Kurt F. Sieber, Stifter und Geschäftsführer